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Kulturnewsletter zum zweiten Schulhalbjahr: Monate voller Theater- und Opernerlebnisse

Dank der großzügigen Unterstützung der Kulturspende des Rotary Clubs Meerbusch konnten zahlreiche Schülerinnen und Schüler unserer Schule gemeinsam verschiedene Produktionen besuchen und Kultur unmittelbar erfahren. Wir besuchten Spielstätten wie das Düsseldorfer Schauspiel- und Opernhaus und unseren Kooperationspartner, das Rheinische Landestheater Neuss.

Februar: Zwischen Traum und Wirklichkeit – „Kafkas Traum“ (D’haus)

Den Auftakt bildete im Februar der Besuch von „Kafkas Traum“ im D’haus. Die Inszenierung führte das Publikum in die rätselhafte und oft surreal wirkende Gedankenwelt Franz Kafkas. Traum, Realität und Fantasie verschmolzen auf der Bühne zu eindrucksvollen Bildern.

März: Zeitlose Sehnsüchte in „Drei Schwestern“ (D´haus)

Im März stand mit Anton Tschechows „Drei Schwestern“ ein Klassiker der Weltliteratur auf dem Programm. Die Geschichte der Schwestern Olga, Mascha und Irina, die von einem erfüllteren Leben träumen und dennoch in ihren gewohnten Strukturen gefangen bleiben, erwies sich als erstaunlich aktuell. Die Inszenierung zeigte eindrucksvoll, wie zeitlos Themen wie Zukunftsängste, Selbstverwirklichung und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben sind.

April und Mai: „Prima Facie“ – Ein eindringlicher Monolog (D´haus)

Besonders beeindruckt waren zwei Kurse der Q1 von dem Besuch der Aufführung „Prima Facie“ von Suzie Miller. Im Zentrum des preisgekrönten Stücks steht die erfolgreiche Strafverteidigerin Tessa Ensler, deren Vertrauen in das Rechtssystem erschüttert wird, als sie selbst Opfer eines sexuellen Übergriffs wird. In einem intensiven Soloabend wird die Frage gestellt, wie gerecht ein Rechtssystem sein kann, wenn Aussagen von Betroffenen immer wieder angezweifelt werden.

Auch die Stimmen der Schülerinnen und Schüler zeigen, wie beeindruckend der Theaterabend für die war:

  • „Das Theaterstück hat auf eindrucksvolle Weise auf die behandelte Problematik aufmerksam gemacht und ein rechtliches Dilemma nachvollziehbar und künstlerisch dargestellt.“
  • „Besonders beeindruckt hat mich die intensive Monologdarstellung, durch die die psychologische Entwicklung der Figur sehr authentisch vermittelt wurde.“
  • „Durch die schauspielerische Leistung und die Perspektive des Opfers konnte ich viel Empathie entwickeln und meine Sicht auf das Thema erweitern.“                                                                                                

April: Tim Thaler oder das verkaufte Lachen (D´haus)

Die Geschichte des Jungen, der sein Lachen verkauft, besuchten unsere jüngsten Schülerinnen und Schüler, des 5. Jahrgangs nämlich. Eine gute theaterpädagogische Begleitung ermöglichte den Kindern, tiefer in die Geschichte von Tim einzusteigen und einen Blick für Details der Handlung auf der Bühne zu bekommen. Übrigens würde keines der Kinder sein Lachen verkaufen!

Mai: Unser Kooperationspartner in Neuss: „Die Wut, die bleibt“ (Rheinisches Landestheater Neuss)

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Q1 von „Die Wut, die bleibt“ am Rheinischen Landestheater Neuss, unserem langjährigen Kooperationspartner. Die Bühnenfassung des Romans von Mareike Fallwickl erzählt die Geschichte einer Familie nach dem plötzlichen Tod der Mutter und thematisiert eindringlich gesellschaftliche Rollenerwartungen, mentale Belastungen und die Frage nach Gleichberechtigung. Ein anschließendes Gespräch mit allen Schauspielerinnen und Schauspielern machte Theater hautnah erfahrbar.

Juni: Ein Blick in die Welt der Oper

Neben den Theaterbesuchen stand auch ein gemeinsamer Opernbesuch einer Gruppe des 9. Jahrgangs auf dem Programm. Für viele Schülerinnen und Schüler war dies die erste Begegnung mit dieser Kunstform und es war ein schöner Anlass gegeben, der hohen Gesangskunst entsprechend, elegant gekleidet, zu begegnen. Die Oper La Cenerentola von Gioachino Rossini ist eine humorvolle Variante des Aschenputtel-Motivs und war in einer beeindruckenden Inszenierung der Deutschen Oper am Rhein zu sehen.

Randa Khouloki