„We are not forming a coalition of states, but a union among people.” (Jean Monnet)
Vom 8. bis 13. Dezember 2025 hatten unsere Schülerinnen und Schüler der EF und Q1 nun bereits zum zweiten Mal die Möglichkeit, an einem trinationalen Begegnungsseminar der Europäischen Akademie Otzenhausen teilzunehmen. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus Frankreich und Polen setzten sie sich intensiv mit gesellschaftlichen sowie europäischen Fragestellungen auseinander und konnten Europa so nicht nur theoretisch, sondern ganz konkret im Austausch miteinander erleben.
„Europa entsteht durch Begegnungen”

Die Europäische Akademie Otzenhausen (EAO) ist eine renommierte Bildungs- und Begegnungsstätte im Saarland, die es sich zum Ziel gesetzt hat, das politisch-zivilgesellschaftliche Bewusstsein zu fördern und junge Menschen zuraktiven politischen Teilhabe zu ermutigen. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Überzeugung, dass demokratische Werte, europäischer Zusammenhalt und gegenseitiges Verständnis vor allem durch persönliche Begegnungen wachsen. Durch diese Begegnungen mit Gleichaltrigen anderer Nationen können verschiedene kulturelle Perspektiven verglichen und zugleich die persönlichen Kompetenzen, wie die Kommunikations- und Handlungskompetenz, gefördert werden. Dabei wurde immer wieder deutlich, wie bereichernd das Miteinander und unterschiedliche Perspektiven aus verschiedenen Ländern sind. Denn sie erweitern nicht nur den Blick auf politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen, sondern tragen zugleich zu einem europäischen Bewusstsein bei.
Unsere Woche bei der EAO

Nach der Ankunft stand zunächst das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund. Bei verschiedenen Aktivitäten und Austauschphasen wuchs die trinational zusammengesetzte Gruppe schnell zusammen. Sprachliche Barrieren wurden dabei kreativ überwunden – sowohl auf Englisch und Französisch als auch mit Händen und Füßen. So entstanden bereits zu Beginn persönliche Begegnungen und es entwickelte sich schnell ein offenes, vertrauensvolles Miteinander. In den folgenden Tagen erwartete die Teilnehmenden ein abwechslungsreiches Programm: Spielerische Sprachanlässe, Diskussionsrunden zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen sowie ein Planspiel, das einen praxisnahen Einblick in die Arbeitsweise des Europäischen Parlaments ermöglichte. Nicht zuletzt hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich durch die Erstellung von Podcasts, einem Musikvideo oder einem kurzen Theaterstück kreativ mit der Zukunft Europas auseinanderzusetzen. Ein besonderer Höhepunkt war auch der Tagesausflug nach Straßburg. Neben einer Führung durch das Europäische Parlament erkundeten die Jugendlichen die Stadt im Rahmen einer trinationalen Stadtrallye.
Während der gesamten Woche wurde immer wieder deutlich, worum es bei dem europäischen Projekt im Wesentlichen geht: um Begegnung, Austausch, gegenseitiges Verständnis und Toleranz. Die Seminarfahrt eröffnete unseren Schülerinnen und Schülern neue Perspektiven auf Europa und machte zugleich erfahrbar, dass die Europäische
Union, ganz im Sinne Jean Monnets, mehr ist als ein politisches Konstrukt: Sie ist eine Gemeinschaft der Menschen Europas und lebt vom Dialog zwischen diesen Menschen.
Wir danken der Europäischen Akademie Otzenhausen herzlich für die vielfältigen Angebote und die unvergesslichen Erlebnisse, die für unsere Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit boten, Europa aktiv zu erleben – eine Erfahrung, die sicher noch lange nachwirken wird.
Zitate von Schülerinnen und Schülern

„Durch die Woche ist mir klar geworden, wie sehr jeder Einzelne eigentlich durch die EU profitiert.“ (Ida, EF)
„Mir hat der interkulturelle Austausch mit den verschiedenen Ländern sehr gut gefallen. Man lernte viel über andere Kulturen.“ (Bojana, EF)
„Der interkulturelle Austausch hat mir gezeigt, wie wichtig und bereichernd die Vielfalt Europas ist.“ (Marlon, EF)
„Am meisten hat mir die Teamarbeit mit Jugendlichen aus anderen Ländern gefallen und die Art und Weise, wie wir auf Englisch zusammengearbeitet haben.“ (Diana, Q1)
„Durch die Gespräche mit anderen Jugendlichen konnte ich verschiedene Fragen aus ihrer Perspektive betrachten, was mir geholfen hat, meinen Horizont zu erweitern und ihre Weltanschauung besser zu verstehen.“ (Diana, Q1)