Der Schulgarten

Folgender Text beschreibt den Beginn der Arbeit im Schulgarten, wir nannten ihn unseren „Bio-Garten“, 2011.

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Die Arbeit im Garten wurde zunächst im offenen Angebot und dann im Rahmen der Garten-AG fortgeführt.

Unser Biogarten

In Meerbusch, an der Maria-Montessori-Gesamtschule, im Biologieunterricht, hatten wir, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6c zusammen mit unserer Klassenlehrerin eine Idee: Wir wollten die Patenschaft für den Schulbiogarten übernehmen! Wir wollten Bäume, Sträucher, Stauden und Blumen pflanzen, einen Versuchsgarten anlegen, eine Kräuterspirale und einen Komposthaufen.

Und unsere Idee wurde genehmigt und umgesetzt! Das Projekt startete Anfang April.
Was wir da tun?

Zuerst mussten wir den vorhandenen Wildwuchs beseitigen und zwar ohne Giftstoffe, nur mit Spaten, Harken und Schaufeln! Das war hart, schweißtreibend und so anstrengend, dass das Wort Anstrengung noch weit untertrieben ist. Dann gruben wir alles um, schleppten viele Säcke Erde herbei und errichteten ein Gemüsebeet. Darin säten wir Gurken, Radieschen und Möhren und pflanzten Kartoffeln. Merkwürdig war allerdings, dass unsere erste keimende Kartoffel am folgenden Tag verschwunden war!

Dann planten wir, zu dem im Garten bereits vorhandenen Teich noch eine Kräuterspirale mit einem kleinen Teich anzulegen. Außerdem sollten ein Versuchsgarten und ein Blumenbeet hinzu kommen. Rittersporn, Stockrosen, Lupinen, Phlox, Grasnelken, Ringelblumen und vieles mehr wurden eingesät.

Im Mathematikunterricht berechneten wir den Umfang der Beete für Zäune, die später um sie errichtet werden sollen. Auch die Literanzahl der Erde für die Beete und für die Kräuterspirale wurde berechnet. Der Bau der Kräuterspirale war sehr schwierig und ihr erstes Wegsacken mussten wir tapfer wegstecken. Inzwischen aber wachsen in unserer Kräuterspirale Schnittlauch, Waldmeister, Pfefferminze, Salbei, Petersilie, Basilikum, Oregano, Estragon und Rosmarin.

Manchmal sehen wir den Enten zu und eines Tages stellten wir fest, dass sie verschwanden. Erst waren es acht, dann fünf, dann nur noch drei. Wo sind sie geblieben?

Wir beobachten auch die Vögel, verschiedene Libellenarten, Käfer oder Regenwürmer.

Wenn es regnet, dann freuen wir uns, denn dann müssen wir nicht gießen. Aber wenn es mal trocken bleibt, macht uns das auch nichts aus, denn wir haben ja die ganze Mittagspause, um uns um unseren Garten zu kümmern. Die Arbeit verrichten wir in Teamwork.

Inzwischen arbeiten wir in jeder Mittagspause und manchmal auch im Rahmen des Biologieunterrichtes. Da unsere Klassenlehrerin uns in diesem Fach unterrichtet, geht das.

Nach der Arbeit müssen wir unsere Gartengeräte und Schuhe immer sauber machen.

Maria Montessori hat schon um 1920 gesagt, dass Kinder, wenn sie jugendlich werden, mit Hand, Herz und Kopf lernen sollten. Jugendliche sollten nach ihrer Meinung nicht mehr nur in Theorie unterrichtet werden, sondern den Unterrichtsstoff auch praktisch erlernen können. Mit dem Herz sollten sie lernen, also mit Liebe und Spaß. Mit den Händen sollten sie lernen und mit dem Kopf. Bei uns erfolgt dies beim Planen, Messen, Graben und Pflanzen. Maria Montessori hat ihre Gedanken im ‚Erdkinderplan’ aufgeschrieben.

Mit unserem Projekt sind wir natürlich noch nicht am Ende, aber im Großen und Ganzen ist unser Biogarten schon jetzt ein kleines Paradies. Das erste Gemüse keimt, die Kräuter in der Kräuterspirale entwickeln sich Tag für Tag, die Blumen werden immer prächtiger und auf dem Teich schwimmen große gelbe, rote und pinkfarbene Seerosen. Dieser Erfolg macht uns stolz!

Den Pflaumenbaum werden wir erst nach den Sommerferien pflanzen können, weil er die lange Trockenheit während der Schulpause nicht überleben würde.

Juli 2011, die Klasse 6c der Maria-Montessori-Gesamtschule Meerbusch

(Der Bericht ist eine Gemeinschaftsarbeit der Klasse. Sie hat ihn im Deutschunterricht verfasst.)

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