Freiarbeit

Zu „Freiarbeit“ steht in unserem Schulprogramm:
„Wir wollen Grundgedanken der Montessori-Pädagogik verwirklichen. Dazu gehört, dass die sensiblen Phasen des Kindes und Jugendalters beachtet werden.“
und
„Wir stellen altersgemäße Lernangebote bereit und bemühen uns, jedes Kind seinen Fähigkeiten entsprechend zu fördern.“
und
„Freiarbeit ist ein zentraler Bestandteil der Schulwoche. Sie fördert selbstbestimmtes Handeln.“
und
„Wir fördern Freiarbeit, weil sie individuelle Differenzierung ermöglicht und ein Ort selbstständiger Arbeit ist.“

Was verbirgt sich hinter diesen Grundaussagen?

Ein sehr hoher Stellenwert der „Freiarbeit“ an unserer Schule, der sich in einer entsprechend hohen Anzahl von Unterrichtsstunden niederschlägt:

  • 5 Wochenstunden Freiarbeit in Jahrgang 5
  • 6 Wochenstunden Freiarbeit in Jahrgang 6
  • 4 Wochenstunden Freiarbeit in Jahrgang 7
  • 4 Wochenstunden Freiarbeit in Jahrgang 8
  • 4 Wochenstunden Freiarbeit in Jahrgang 9
  • 4 Wochenstunden Freiarbeit in Jahrgang 10
  • EigenVerantwortlichen Arbeiten (EVA) in der Gymnasialen Oberstufe als Fortsetzung der Freiarbeit in der Sekundarstufe I

Die Möglichkeit und die Notwendigkeit, das selbstständige und eigenverantwortliche Arbeiten zu lernen,

  • dabei zu lernen, eine Arbeit zu planen und
  • konsequent, zielstrebig und sorgfältig durchzuführen.
  • Methodische Kompetenzen zu erwerben und anzuwenden
  • und zwar sowohl in Einzelarbeit als auch im Team.

Große zeitliche Räume für Schülerinnen und Schüler, um die beschriebenen Kompetenzen unter Anleitung zu lernen und anzuwenden und zwar in Form von

  • Repetitorien,
  • Übungen,
  • angeleiteten Themen oder
  • Wahlaufgaben (in den Freiarbeitsstunden werden keine Hausaufgaben angefertigt).

Zudem

  •  Das Angebot für Schülerinnen und Schüler, zum Arbeiten während ihrer Freiarbeitsstunden die Mediothek aufzusuchen.
  • Das Angebot für Schülerinnen und Schüler, den Raum der Stille aufsuchen um unter Anleitung die „Übung der Stille“ zu praktizieren.
  • Ein umfangreiches Fortbildungsangebot für Lehrkräfte zur Thematik „Montessori – Pädagogik“.
  • Regelmäßige Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen zu Aspekten der „Montessori – Pädagogik“ für interessierte Eltern und Schülerinnen und Schüler.
  • Kontinuierliche Auseinandersetzung und konsequenter Diskurs der Lehrkräfte mit Möglichkeiten der inhaltlichen Ausgestaltung von „Freiarbeit“.

Maria Montessoris Gedanken zur Freiarbeit konzentrieren sich auf die Arbeit mit Kindern. Für die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern in der Sekundarstufe I und II müssen neue Konzepte erarbeitet werden.

Zurzeit werden von den Lehrerinnen und Lehrern der Jahrgangsteams 5 – 10 folgende Fragen erörtert:

  • Gibt es in der Freiarbeit einen Konsens bezüglich der Arbeit zu Beginn der Woche?
  • Gibt es Rituale, mit denen die Freiarbeitsstunden beginnen bzw. enden?
  • Wie dokumentieren die Schülerinnen und Schüler die Arbeit, die sie im Rahmen der Freiarbeitsstunden erledigt haben?
  • Welche Verfahren praktizieren Lehrkräfte, um ihre Beobachtungen bezüglich der Arbeit ihrer Schülerinnen und Schüler festzuhalten?
  • Welche Faktoren begünstigen positive Lern- und Arbeitsergebnisse der Schülerinnen und Schüler?
  • Welche Vereinbarungen bestehen bezüglich des Lernen von Vokabeln?
  • Gibt es Diskussionsbedarf bezüglich der Wahlaufgaben?
  • Wie wird mit nicht fertig gestellten Arbeiten verfahren?
  • Gibt es Verbindlichkeiten im Hinblick auf die Präsentation fertiger Arbeiten?

Die im Rahmen der Freiarbeitsstunden von den Schülerinnen und Schüler erbrachten Leistungen werden beurteilt und sind Teil ihres Zeugnisses. Die Kriterien für die Beurteilung ihrer Leistungen sind u.a.

  • Planungskompetenz
  • Selbtständigkeit
  • Leistungseinsatz
  • Sorgfalt
  • Ausdauer
  • Konzentration
  • Ordnung/Dokumentation
  • Teamfähigkeit

Zur Unterstützung der Planung für das individuelle Lernen führen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 – 10 einen persönlichen „Unterrichtsbegleiter“. Dieser dient ebenso der Kommunikation zwischen Klassenlehrern, Fachlehrern und Eltern.

Kindern der Jahrgangsstufen 5 und 6, die Schwierigkeiten haben bezüglich der Organisation ihrer Arbeitsmaterialien und Arbeitsplanung, wird eine Teilnahme an einem Orga-Kurs außerhalb der regulären Unterrichtszeit vorgeschlagen. Dieser findet nachmittags in der Schule statt.