Beratung Jg. 5-7

Beratungskonzept Abteilung I (Jg. 5 – 7) „Erziehung zur Persönlichkeit“

Allgemeine Aussagen
Beratungstätigkeit in der Schule ist grundsätzlich neben dem Unterrichten, Erziehen und Beurteilen Aufgabe aller LehrerInnen.
In der Abteilung I bezieht sich diese vor allem auf die Beratung von SchülerInnen sowie deren Erziehungsberechtigten

  • über Schullaufbahnen
  • bei Lernschwierigkeiten
  • bei Verhaltensauffälligkeiten.

Als Ergänzung und für die Intensivierung der Beratungstätigkeit der LehrerInnen arbeitet die BeratungslehrerIn vor allem in den Bereichen der präventiven und der fördernden Maßnahmen.

Unterstützung erfährt die Beratungstätigkeit durch die SozialpädagogIn, die darüber hinaus Kontakte zu außerschulischen Einrichtungen herstellt und weitere Angebote zur Bewältigung von Verhaltensproblemen sowie darin begründeten Konflikten in der Schule beisteuern kann. Bei der Förderung von SchülerInnen mit körperlichen Handicaps und Lernbehinderungen helfen die Sonderschul-/FörderlehrerInnen bei

  • der selbständigen Bewältigung des Schulalltags durch geeignete Absprachen.
  • der Konkretisierung von Nachteilsausgleich
  • der Durchführung des AO-SF-Verfahrens


Abteilungsbezogene Konkretisierung
Das Beratungsteam der Abteilung I setzt sich zusammen aus der Abteilungsleiterin, der Beratungslehrerin, der Sozialpädagogin und dem Sonderschullehrer. Durch das Zusammentreffen der unterschiedlichen Professuren (Profile/Berufsfelder) werden vielfältige Sicht- und Herangehensweisen konstruktiv genutzt, um das gemeinsame Ziel, die Begleitung, die Beratung und die optimale Förderung unserer Schüler zu gewährleisten.

Das Beratungskonzept ist eingebettet in die Grundprinzipien der Montessori-Pädagogik:

  • der Erfahrung von Würde, Geachtetsein und Angenommensein
  • der Berücksichtigung der sensiblen Phasen („Die innere Empfänglichkeit bestimmt, welche Situationen für das augenblickliche Entwicklungsstadium am vorteilhaftesten sind.“²)
  • dem besonderen Vertrauensverhältnis von KlassenlehrerIn und SchülerIn
  • dem Auftrag zur Mithilfe bei der Persönlichkeitsbildung des Jugendlichen
  • den entwicklungspädagogischen Bedürfnissen des Jugendlichen nach Unabhängigkeit und Autonomie („Hilf mir, es selbst zu tun!“).

Beratungsanlässe und –situationen
Neben den täglichen und mitunter spontan entstehenden Beratungsanlässen gibt es auch Projekte und Vorhaben, die fest im Schulprogramm verankert sind. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick:

Jahrgangs-

stufe

zeitlicher Rahmen Anlass/ Vorhaben/Projekt Organisation / Unterstützung
Ziele
4 vor den Sommerferien Begrüßungsfest für SchülerInnen des kommenden 5. Jahrgangs AL, BL, Sozpäd
Kennenlernen, Kontakte aufbauen
5 im Schuljahr Ausbildung und Betreuung der TutorInnen aus der Stufe 10 BL, Sozpäd
Unterstützung in der neuen Schule erfahren
5 bis 7 situationsabhängig Beratung bei

– persönlichen Lebens-/Konfliktsituationen

– Konflikten in der Klasse / im Umfeld

– Verhaltensauffälligkeiten

– Lernproblemen

– Laufbahnberatung

KL, BL, Sozpäd

z.B. Jugendamt

Sozialamt

AL

Konflikte erkennen und bewältigen
5 Schuljahresbeginn,

GL-Stunden

Gruppenfindungsprozess

Beratung im Klassenrat

KL, BL
Demokratie üben, Gesprächskultur pflegen

Unterschiede akzeptieren lernen, Integration,

konstruktives Streiten lernen

5 Schuljahresbeginn

1 Vormittag

Busschule, Verkehrsquiz, Sehtest KL, BL, AL

Stadt Meerbusch

Rheinbahn

Verkehrserziehung, Unfallverhütung
6 Jan./Feb./Zeugnis-

woche, 4 Tage

Projekt 6 „Freundschaft, Liebe, Sexualität“ KL, AL, BL, Sozpäd
Stärkung der Identität, Hinterfragen von Rollenverhalten, über Gefühle und Sexualität reden lernen
7 Nov./Dez.,

3 mal 45 Min.

interaktives Theaterstück „Natürlich bin ich stark“, BL, KL

Theaterwerkstatt

Osnabrück

Sucht-Prävention durch Stärkung der Persönlichkeit
7 Juni/Juli Deeskalationstraining (Dialogtheater) BL, KL

I.Piel

A. Schnegule

alternative Verhaltensweisen im Rollenspiel entwickeln, Zivilcourage zeigen