Zum Auschwitz-Gedenktag 2019 an der Städtischen Maria-Montessori-Gesamtschule Meerbusch (mehr …)

Gedenken – warum gedenken wir?
Und was heißt es, den Opfern einer Zeit zu gedenken, die lange vergangen ist?
Zum Auschwitz-Gedenktag in diesem Jahr setzten sich Schülerinnen und Schüler der Städtischen Maria-Montessori-Gesamtschule Meerbusch mit diesen Themen auseinander.

Mit Fragen, die auf unser tägliches Verhalten und unsere Gefühle abzielen, eröffneten die Schülerinnen und Schüler die Gedenkstunde: „Wann hast du das letzte Mal jemandem geholfen, den du nicht kanntest?“ oder „Hasst du jemanden?“ Aus den Erfahrungen des Alltags gaben die Schülerinnen und Schüler Antworten auf diese Fragen. Fragen und Antworten zeigen, dass Rassismus, Ausgrenzung, Juden- und Fremdenhass und Missachtung der Menschenrechte zu Verbrechen führten, die in der Mitte der Gesellschaft von vor über 70 Jahren einen fruchtbaren Boden fanden und immer wieder finden können.

Die eher abstrakten Überlegungen des Auftakts wurden im zweiten Teil der Gedenkstunde durch die konkreten Erinnerungen an einen Besuch der Gedenkstätte Buchenwald im Rahmen einer Studienfahrt der MMGE vertieft. Mit Fotos der Gedenkstätte und den Gedanken der Schülerinnen und Schüler, die ihre Eindrücke beim Besuch der Gedenkstätte schilderten, wurde die grausame Realität des Gestern für alle Anwesenden deutlich.
Den Abschluss bildete ein Ausblick in die Zukunft, der die Hoffnung zum Ausdruck brachte, dass im Bewusstsein der Geschichte von gestern und im Handeln heute Verbrechen des Nationalsozialismus nicht wiederholt werden. Sich dem Gedankengut, das Angst und Hass schürt, entgegenzustellen, ist ein hohes Ziel.

Hella Hebenstreit